Bundesfachplanungsentscheidung

Die Bundesnetzagentur hat nun für den Abschnitt C (Raum Hof –  Schwandorf) mit Entscheidung nach § 12 NABEG vom 18.Dezember 2019 einen 137km langen Trassenkorridor festgelegt. Als nächstes wird im Plan­feststellungs­verfahren der grundstücksgenaue Verlauf der Trasse bestimmt. Der festgelegte Trassenkorridor ist dabei verbindlich.
Die Bundesfachplanungsentscheidung  ist online veröffentlicht:  Dort sind Entscheidung, Hinweise, Begründung und Umweltauswirkungen aufgegliedert,mit abschließenden Hinweisen ist das ganze 368 Seiten lang. Hier der Link zur Bundesfachplanungsentscheidung

Hier ein Link zum Trassenkorridor: Hier geht´s zu TenneT Abschnitt C

In einem Artikel der Frankenpost wird der Verlauf der Trasse wie folgt beschrieben: „Der festgelegte Trassenkorridor beginnt nach Angaben der Bundesnetzagentur in der Nähe des Länderecks Thüringen/Sachsen/Bayern nördlich von Hof. Er verläuft von dort in weitgehend südlicher Richtung, folgt zunächst östlich an Hof vorbei bis Regnitzlosau dem Verlauf der Autobahn A 93 und verläuft anschließend zwischen Rehau und Schwarzenbach an der Saale. Nach der Querung des Martinlamitzer Forstes orientiert sich der festgelegte Trassenkorridor auf der Höhe von Kirchenlamitz am Verlauf des Vorhabens 18 (Redwitz – Mechlenreuth – Etzenricht – Schwandorf, dem sogenannten Ostbayernring) in Richtung Südosten und führt nördlich vorbei an Marktleuthen und Marktredwitz bis Mitterteich. Auf Höhe Marktredwitz verlässt der festgelegte Trassenkorridor die Bündelung mit dem Ostbayernring, um Brand südwestlich zu umgehen. Nach der östlichen Umfahrung von Mitterteich umgeht er Tirschenreuth auf dessen östlicher Seite und führt anschließend in südwestlicher Richtung am Oberpfälzer Wald vorbei weiter in südlicher Richtung bis Schwandorf.“

Der SuedOstLink wird für 10km an der A93 verlegt. Dazu der Hofer Landrat Dr. Oliver Bär: „Eine viel zu kurze Strecke! Unseres Erachtens nach sind damit die Bündelungsoptionen keineswegs ausgeschöpft worden. Im Gegenteil, denn Anfang Dezember teilten die Netzbetreiber mit, dass sogenannte Gleichstromerdkabel mit einer Spannungsebene von 525 KV verwendet werden sollen. Damit müssen nur noch zwei anstatt der geplanten vier Leitungen verlegt werden. Eine Bündelung entlang der Autobahn sei daher nahezu überall möglich, der Bau neuer Leitungen quer durch den Landkreis unnötig.“

Auch die Sprecherin des Aktionsbündnisses gegen die Stromtrasse Frau Dörte Hamann sagt: „Ich denke, dies wird ein neuer Berliner Flughafen. – Den Planern geht die Zeit aus, die genauen Kosten sind unklar. Momentan geht der Netzbetreiber nach eigenen Angaben von schätzungsweise fünf Milliarden Euro aus, die der Verbraucher am Ende des Tages mit der Stromrechnung trägt.“

Die Landkreise Wunsiedel und Schwandorf vertritt der Rechtsanwalt Wolfgang Baumann. Er sagt dazu: „Betroffene Landkreise und Kommunen kündigten an, gegen die Entscheidung der Bundesnetzagentur klagen zu wollen. -Wir sind gewappnet.“ Eine solche Trasse sei überhaupt nicht notwendig. Das komme viel zu spät für den Atomausstieg. Die letzten Kernkraftwerke sollen 2022 abgeschaltet werden, durch die Trasse soll der Strom nach Angaben des zuständigen Netzbetreibers TenneT Ende 2025 fließen.“

Die BNetzA rechnet in Kürze mit dem Planfeststellungsantrag durch den Übertragungsnetzbetreiber Tennet, so dass das Planfeststellungsverfahren zügig fortgesetzt werden kann. In dem Planfeststellungsverfahren werden der genaue Leitungsverlauf und die technische Realisierung der Stromleitung innerhalb des genehmigten Trassenkorridors festgelegt. Wie bei der Bundesfachplanung sollen tangierte Landkreise, Städte, Gemeinde, Verbände sowie Bürgerinnen und Bürgern auch im Planfeststellungsverfahren mehrfach die Gelegenheit erhalten, sich mit Hinweisen in das Verfahren einzubringen. Weitere umfangreiche Maßnahmen zur Beteiligung der Öffentlichkeit sind geplant.

Wir sind immer noch der festen Überzeugung, dass es diese Trasse nicht braucht, sie transportiert keinen grünen Strom und  zerstört eine echte Energiewende! Durch extrem höhere Strompreise wird es ein Milliardengrab für uns alle, egal ob direkt betroffen oder nicht. Die Netzbetreiber stopfen sich ohne Rücksicht auf unsere Natur die Taschen voll. Die Umwelt wird mit unvorhersehbaren Folgen zerstört!

Quelle Foto: Radio Euroherz  Hier geht´s zu Radio Euroherz: Südostlink mitten durchs Fichtelgebirg

Trassenverlauf des Abschnitts Raum Hof – Raum Schwandorf des BBPlG-Vorhabens 5; eine detaillierte Darstellung finden Sie in den AntragsunterlagenQuelle Foto: Bundesnetzagentur Hier geht´s zur Bundesnetzagentur: Trassenverlauf